Samstag, 12. Dezember 2015

Lampert soll Agrariern auf die Sprünge helfen



AMA-Marketing und der „Bio-Guru“ arbeiten künftig zusammen.

Salzburg. Werner Lampert und die AMA machen gemeinsame Sache, um Österreichs Lebensmittel besser und effizienter zu vermarkten. Die Lampert-Firma Fairify und AMA-Marketing werden in einem gemeinsamen Konsortium das „Netzwerk Kulinarik“ aufbauen. Mit diesem Netzwerk will das Landwirtschaftsministerium die unterschiedlichen Vermarktungsinitiativen, die sich in den vergangenen Jahren entwickelten, inhaltlich bündeln und zum Teil auch neu ausrichten. Eingebunden werden sollen die „Genussregionen Österreich“ genauso wie Genussland-Initiativen von Bundesländern oder die Organisationen der bäuerlichen Direktvermarkter. Mit der Bekanntgabe der Entscheidung wird in der kommenden Woche gerechnet. Details der Pläne sind noch nicht bekannt. Nur so viel: Man will Synergien nutzen, die regionale Wertschöpfung stärken und das Qualitätssystem verbessern.

Fairify wurde von Lampert, wie es auf der Homepage heißt, als „neuer Standard für faire Konsumgüter“ konzipiert. Auch wenn dort Fairify als Gütezeichen vorgestellt wird, das sicherstellen soll, „dass Konsumgüter nachhaltig und fair produziert und vermarktet wurden“, soll es sich um kein zusätzliches Siegel handeln. Genutzt werden soll vor allem Know-how, heißt es. Lampert, der für Hofer die Marke Zurück zum Ursprung entwickelte, war für die SN zu keiner Stellungnahme zu erreichen. Die Agrarpolitik versuchte ihn schon einmal zu gewinnen, um heimischen Agrarprodukten auf die Sprünge zu helfen. 2004 war dieses Vorhaben allerdings gescheitert. gm

Salzburger Nachrichten - Wirtschaft, 12. Dezember 2015

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