Freitag, 9. Oktober 2026

Millionen an Dürrehilfe? Bitte warten!

Die Bäuerinnen und Bauern ziehen ihre Lehren aus dem Horrorsommer. Mit Hitze und Trockenheit versuchen sie umzugehen. Von den groß angekündigten Dürrehilfen bekamen sie bisher noch nichts.

LINZ. Die heimische Landwirtschaft hat ein Horrorjahr hinter sich. Zuerst im Frühjahr die lange Trockenheit, dann im Sommer die Dürre und der Wassermangel. Die Zahl der Schadensmeldungen bei der Hagelversicherung hat sich verfünffacht. Insgesamt werden die Dürreschäden auf eine Milliarde Euro geschätzt.

Zuerst erwischte es die Grünlandbauern, denen bald das Futter für die Kühe knapp wurde. Dann gab es auch im Ackerbau Probleme. Kam man bei der Getreideernte noch mit einem blauen Auge davon, so schlug bei der Herbsternte die Dürre auch bei den Ackerbauern voll zu. Die Ernte von Körnermais und Soja fiel um 25 Prozent und mehr geringer aus als im Vorjahr, bei den Kartoffelbauern fehlte die Hälfte. Und erstmals in der Geschichte können die Zuckerrübenbauern die Selbstversorgung in Österreich nicht sichern. Auch die Gemüsebauern tun sich schwer, die Märkte zu versorgen.

Zurufe und Ratschläge gibt es genug

Was nun, fragt man sich auf den Bauernhöfen. Zurufe und Ratschläge gibt es reichlich und von allen Seiten. Manche entbehren nicht einer gewissen Komik. So beklagt die Chefin der heimischen Biobauern in einem Interview die großen Schäden, die die Dürre auf ihrem Betrieb angerichtet hat, und preist gleichzeitig den Biolandbau als Rezept gegen die Dürre. Sie beweist damit wohl ungewollt nichts anderes, als dass es kein Patentrezept gibt, wie man in Zukunft mit dem Klimawandel und ähnlichen Wetterlagen wie heuer umgehen soll.

Der Bogen der Vorschläge und Ideen ist weit gespannt. Viele davon sind einfach und erscheinen logisch, andere weit hergeholt und kaum realistisch, bürden sie doch den Bauern nur neue Vorgaben auf, die ihnen das Überleben auf den immer schwieriger werdenden Märkten nur noch schwieriger machen. Zu den Vorschlägen, die logisch erscheinen, gehört wohl an vorderster Stelle der Rat eines Bauern, den kürzlich Franz Waldenberger, der Präsident der Landwirtschaftskammer in Linz, zitierte. „Der beste Rat ist der Vorrat“ – übrigens ein Rat, den schon im Sommer der Wifo-Agrarexperte Franz Sinabell an erster Stelle nannte. Er meinte damit nicht nur Futtervorräte, sondern auch finanzielle Rücklagen.

Das ist freilich nicht immer leicht, wurde aber in den vergangenen Jahren immer öfter vernachlässigt. Viele Milchviehbetriebe aber kamen trotz Dürre gut über die Runden, weil sie die Rekord-Grünlandernte im Vorjahr für die Einlagerung von Futtervorräten nutzten.

An vorderster Stelle wird auch ein sorgfältigeres Risikomanagement genannt. Vor allem bei Grünlandbauern ist die Dürreversicherung, die von der Österreichischen Hagelversicherung angeboten wird, noch keine Selbstverständlichkeit. Für das kommende Jahr wurden die Mittel dafür erhöht, um die Versicherung attraktiver zu machen.

Speicherteiche und tiefere Brunnen

Ein großes Thema ist auch das Nutzwasser-Management. Dazu gehören Speicherteiche genauso wie die Vertiefung von Brunnen, die heuer in vielen Landesteilen versiegten, was nicht wenige Bauern in Not brachte.

Im Ackerbau geht es vor allem darum, die Feuchtigkeit in den Böden zu halten. Schonende Bodenbearbeitungsmethoden, die vielerorts bereits Standard sind, werden dort wohl noch größeren Zuspruch bekommen. Erfolgreich ist die heimische Landwirtschaft auch beim Aufbau der Humusgehalte der Böden, zu dem nicht zuletzt auch der hohe Anteil des Zwischenfruchtanbaus über die Wintermonate beiträgt. Die Saatgutwirtschaft arbeitet schon seit Jahren an hitzeresistenten Sorten. Zudem stellen die Bauern ihre Fruchtfolgen um und bauen neue Früchte wie Sojabohnen und sogar Reis an, die mit Trockenheit und Hitze besser zurechtkommen. Nicht auf sich sitzen lassen wollen die Bauern, dass sie für den Klimaschutz zu wenig tun, obwohl sie selbst am meisten betroffen sind. „Diese Vorwürfe kommen aus einem gewissen Informationsdefizit heraus“, vermutet Oberösterreichs Kammerpräsident Waldenberger und verweist darauf, dass der Beitrag der Landwirtschaft zum Klimawandel nur bei zehn Prozent und damit deutlich geringer als der der Industrie und des Verkehrs liegt. Zudem habe die Landwirtschaft die Emissionen in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt.

Auch wenn es heuer schlimm war, sind die Bauernvertreter durchaus optimistisch, dass die Situation im kommenden Jahr überwunden werden kann. Bei den Grünlandbauern könnte das schwieriger sein als bei den Ackerbauern. Dort ist man Ertragsschwankungen gewohnt. „Das ist jedes Jahr ein neues Spiel“, sagt Pflanzenbauexperte Helmuth Feitzlmayr. „Aber man darf den Kopf nicht in den Sand stecken.“

Langes Warten auf Dürrehilfe

Das fällt freilich nicht allen Bauern leicht. Nicht nur die Dürre und ihre Folgen machen ihnen das Leben schwer, sondern auch die hohen Kosten und die zuweilen – derzeit vor allem in der Fleischwirtschaft – schlechten Preise.

Damit aber nicht genug. Das groß angekündigte und ohnehin äußerst umstrittene Dürre-Hilfspaket ist noch nicht auf den Höfen angekommen. Und das wird wohl noch einige Zeit dauern. Bisher zahlte einzig die Hagelversicherung aus. Das Hilfspaket, auf das man sich politisch unter großen Problemen im August einigte, hingegen wurde erst Ende September im Parlament beschlossen. „Es ist noch kein Geld geflossen“, bestätigt Waldenberger. Und das wird wohl noch dauern und für Verärgerung sorgen, müssen doch die versprochenen Zinsenzuschüsse erst einmal beantragt und bewilligt werden, was seine Zeit braucht.

Noch schlimmer könnte der Ärger über die versprochene Aussetzung der Sozialversicherungsbeiträge für Oktober und November ausfallen, die den Bauern als Liquiditätshilfe verkauft worden ist. Sie wird erst mit der Vierteljahresvorschreibung im kommenden Februar spürbar.

Salzburger Nachrichten, 10. Oktober 2026

Donnerstag, 8. Oktober 2026

Da geht doch was



Wenn es nach der öffentlichen Diskussion, der privaten wie der politischen, geht, muss man meinen, wir leben verarmt und im Elend und können uns nichts mehr leisten. Man jammert gerne in diesem Land, man unterfüttert damit seine politischen Einstellungen und die Erwartungen an die Parteien. Von welcher man am meisten Recht bekommt, der will man seine Stimme geben. So denken nicht alle, aber viele. Grundsätze und Weltanschauungen zählen immer weniger. "Ich fordere, daher bin ich", ist zum Lebenszweck geworden. Ob zu Recht oder zu Unrecht steht genauso wenig zur Diskussion wie die Verantwortung, die man trägt. Die für sich selbst, aber auch die für das Gemeinwesen, für den Staat. "Holen Sie sich, was Ihnen zusteht", diesen Slogan, mit dem seinerzeit Kanzler Kern um Stimmen buhlte, haben viele verinnerlicht. 

Diese Stimmung lähmt das Land seit Jahren. Vor diesem Hintergrund ist es eigentlich verwunderlich, dass wir trotzdem so gut zurechtkommen. Denn diese Stimmung passt nicht zur Realität. Die Sparquote sinkt, man gibt wieder Geld aus. Im Sommer hatte der Fremdenverkehr wieder jede Menge Rekorde zu feiern. Der Handel legte trotz aller Teuerungsklagen im Sommer real wieder zu. Beim Verkehr ist nichts davon zu merken, dass der Sprit jetzt zwei Euro und mehr kostet. Der Automarkt brummt. Und selbst die Bauern, die über Trockenheit und Dürre klagen, kauften so viele Traktoren wie kaum je zuvor. 

So schlecht kann es uns also nicht gehen, wie wir Tag für Tag hören. Freilich ist die Situation differenziert zu betrachten, freilich gibt es viele, die der Hilfe bedürfen und die sich wirklich schwertun, die unter der Teuerung leiden, unter den hohen Spritpreisen, unter der Dürre, und die sich keinen Urlaub mehr leisten können. Aber denen wirklich zu helfen, wird immer schwieriger, weil so viele, denen es eigentlich gut geht, so viel Unterstützung für sich beanspruchen und ihnen die Politik nach dem Mund redet und handelt, dass für die wirklich Bedürftigen immer weniger bleibt. 

Aber darüber will niemand reden in diesem Land. Darüber, was die Politik eigentlich verlangen könnte vom Wahlvolk, was sie den Leuten zumuten könnte, um die Staatsfinanzen wieder in Ordnung zu bringen und das Land wieder vorwärts zu bekommen. Eine Diskussion darüber gibt es nicht, außer man hält die Forderungen nach Vermögens-oder Erbschaftssteuern und anderen neuen Steuern für eine solche. 

Dabei halten viele Menschen in diesem Land die mit den Corona-Jahren üblich gewordene Förderung mit der Gießkanne für unnötig und ungerecht. Jetzt schütteln viele gerade über die Spritpreisbremse und die dafür aufgewendeten Millionen den Kopf. Vorher hat man sich über den Geldregen für die Unternehmen gewundert, die Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel und die Abermillionen für die Photovoltaik. 

Eine Diskussion darüber, worauf die Menschen verzichten würden und auch könnten, um das Land wieder in Ordnung zu bringen, wäre durchaus angebracht. Man fragt sich, wozu die Gesellschaft fähig wäre, wenn der Wille da wäre. Oder wenn er geweckt werden könnte. Dem freilich steht wohl das Vertrauen in die Politik im Wege. Das Vertrauen darauf, nicht zu den Übervorteilten zu gehören. 

Dabei wären wohl viele Leute bereit, ihr Verhalten zu ändern, ihre Ansprüche zurückzuschrauben, sich anzupassen, wenn die Situation es erfordert. Und sie könnten es auch. Unsere Gesellschaft ist sehr viel resilienter, also stabiler und anpassungsfähiger, als ihr abverlangt wird. 

Erst vor wenigen Wochen lieferte die RollAMA, die Konsumerhebung der AMA, ein eindrückliches Beispiel dafür. Insgesamt waren heuer im ersten Halbjahr die Einkäufe mengenmäßig um knapp fünf Prozent niedriger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Erklärt wurde das vor allem damit, dass die Konsumenten heuer gezielter einkauften. "Es wird mit Einkaufsliste eingekauft", hieß es. Es werde mehr darauf geachtet, was man kaufe, und es werde nur das Notwendige gekauft. Und es lande offenbar auch weniger Essen im Müll. 

Schlechter wird es wohl kaum jemand gegangen sein. Freilich, auch hier gilt -von Ausnahmen abgesehen. Aber dabei, diese Resilienz der Bevölkerung, die es auch in anderen Bereichen gibt, zu beanspruchen, steht sich die Politik selbst im Weg. Vor allem deswegen, weil man den Leuten über Jahre beigebracht hat, dass es ihnen nicht gut gehen kann.

Meine Meinung - Raiffeisenzeitung, 8. Oktober 2026

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Die Wähler als "demokratische Zumutung“

Es klingt klar. "Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus", heißt es im Artikel 1 der Bundesverfassung. Demokratie ist die Regierungsform, in der politische Entscheidungen durch den Mehrheitswillen der Bevölkerung gefällt werden. Sie ist freilich mitunter "ein Hund", wie der Volksmund saftig zu formulieren pflegt. Vor allem dann, wenn der Wille der Bevölkerung so gar nicht zum eigenen Willen und den eigenen Vorstellungen passen mag. Dass das nicht zusammenpassen kann, hat man lange respektiert und respektieren können. Seit die rechten Parteien nicht nur bei uns, sondern auch in Deutschland und anderswo erstarkt sind, tut man sich schwer damit. 
Inzwischen ist man so weit, dass man diese Entwicklung so etwas wie eine "demokratische Zumutung" behandelt. Man tut sich schwer, die neuen Verhältnisse zu akzeptieren -dass in Österreich die Freiheitliche Partei inzwischen auf mehr als 40 Prozent kommen würde oder in Deutschland, dass die AfD die Partei geworden ist, die es zu schlagen gilt, oder sogar, wie in Berlin, eine Partei wie die Linke, die immer nur belächelt wurde, nach dem Bürgermeisteramt greift. 
In der Verwunderung und im Ärger, der zuweilen zu einem echten Schrecken geworden ist, vergisst man, dass nicht dunkle Machenschaften, Wahlfälschungen oder Betrug dafür verantwortlich sind, sondern Menschen. Menschen, die hinter den politischen Forderungen dieser Parteien stehen, die ihre Argumente für überzeugender halten als die der Parteien, die sich bisher für staatstragend hielten. 
Und man vergisst auch, dass diese Parteien, die nun von so vielen als Teufel an die Wand gemalt werden, wie andere auch, zu den demokratischen Wahlen zugelassen sind. Die FPÖ genauso wie die AfD in Deutschland oder die Linke dort auch. Also spricht formal nichts dagegen, sie auch wählen zu dürfen, zumal dann, wenn man sich davon mehr erwartet als von der SPÖ, ÖVP, CDU, CSU, SPD oder FDP und wie sie alle heißen. 
Was freilich auffällt, ist, dass in der politischen Diskussion zwar die Programme und Ziele heftig diskutiert werden und man auch nicht mit Punzierungen wie Nazi-Parteien oder Linksextremisten und Ähnlichem gespart wird, dass aber kaum je darüber diskutiert wird, wie es sein konnte, dass solche Parteien, die für so große Aufregung sorgen, überhaupt zu Wahlen zugelassen werden. Es muss wohl Gründe dafür geben, dass den Punzierungen von den Zulassungsbehörden kein so großes Gewicht zugemessen wurde, wie von der politischen Konkurrenz. Und darum kann der Wähler respektive die Wählerin wohl auch darauf vertrauen, dass man sie auch guten Gewissens wählen kann. 
Soweit die Fakten, auf die in der Hitze der Diskussionen oft vergessen wird. Sich auf sie zu besinnen, würde dem politischen Klima im Land zuweilen durchaus guttun. 
Davon ist man aber immer noch weit entfernt. Es gibt tausende mehr oder weniger kluge Analysen, zumindest ebenso viele Ratschläge und Aktionen - aber keine Erfolge in diesem "Kampf gegen Rechts", der vielerorts zum guten Ton gehört und zuweilen die öffentliche Diskussion dominiert. Man macht immer noch weitaus lieber etwas für sein Gewissen, empört sich vor dem Fernseher, unterschreibt selbstzufrieden Petitionen und geht zur 1.000sten Lichter-Demo, als dass man den Menschen zuhört, die ausgetretene Pfade verlassen und neue Wege gehen, die wirklich zu Ergebnissen führen. 
Man mag von der Familienministerin halten, was man will, aber sie hatte recht, als sie kürzlich in einem Interview in Bezug auf die AfD sagte, die Wähler lassen sich "leider nicht" von all den Warnungen abschrecken. Das kann man eins zu eins auf die FPÖ und ihre Wähler münzen. 
Wie viel Zeit man in Österreich noch hat, diese Wende, vor der sich so viele fürchten, abzuwenden, ist nicht wirklich abzusehen. Am Papier wären es noch gut drei Jahre bis zu den nächsten Nationalratswahlen. 
Es gibt nicht viele, die daran glauben, dass die Wende noch gelingt. Einer davon ist der Aspirant auf den SP-Vorsitz, Gerhard Zeiler. "Es ist spät, aber noch nicht zu spät", schreibt er in einem Kommentar im aktuellen "profil"."Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass es möglich ist, das Ruder herumzureißen." Wie das genau gehen soll, bleibt aber auch er schuldig, wenn er von nicht viel mehr als "Mut zur Veränderung und zu neuen Wegen" spricht. 
Damit wird wohl auch nicht abzuwenden sein, wovon so viele sagen sich zu fürchten.

Meine Meinung - Raiffeisenzeitung, 1. Oktober 2026

Donnerstag, 24. September 2026

Ist "gute Politik" überhaupt noch möglich?

„Betroppezt" nennt man bei uns den Eindruck, den Friedrich Merz seit vergangenem Sonntag macht. Die Mundwinkel noch weiter herunten als sonst, die Stirnfalten noch tiefer, seit seine über Jahrzehnte staatstragende CDU bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Landtag flog und in Berlin von den Linken überholt wurde. Strahlend, lachend gar, hat man Merz ohnehin kaum je gesehen. Haben ihn jetzt die Wähler politisch "ausgemerzt"? Man wird sehen. 

So wie man sehen wird, wie es bei uns mit manchen Politikern weitergehen wird. Andreas Babler hat schlimme Wochen hinter sich. Und Christian Stocker, meinen nicht wenige, könnte es bald ähnlich gehen. Auch das wird man sehen. 

Was jetzt schon zu sehen ist: Die Politiker, die scheinbar niemandem etwas recht machen können, und die mit kaum etwas anderem mehr kommen, als sich selbst zu verteidigen, erwecken zunehmend Mitleid. In besorgten Kommentaren schreibt man von "Selbstgerechtem Politik- Bashing"(Kurier) und mahnt "Auch die Wähler haben eine Verantwortung"(Salzburger Nachrichten). Davon, dass inzwischen jeder meint, sein Mütchen an Politikern kühlen zu können, ist die Rede davon, dass man "den vielen Wutbürgern ohnehin nichts recht machen könne". Ist Politik, und sei sie noch so "gut", heute überhaupt noch möglich, wo es doch nur darum zu gehen scheint, etwas zu finden, um sie schlecht zu machen? Oder ist sie wirklich so schlecht, wie man offenbar vielerorts meint? 

Geschenkt -es ist schlimm, was Politiker oft mitmachen und erleben müssen. Geschenkt, dass man das Schlechte sucht. Und geschenkt auch die verbreitete Einschätzung, dass mit dem ständigen Verächtlich-Machen und Herabwürdigen von Politikern populistischen und extremen Parteien der Weg geebnet wird. Und so gut sind sie wohl auch nicht, wie sie vorgeben zu sein. 

Aber sind sie es nicht selbst, die diese Stimmung herbeigeführt und begünstigt haben? Nicht nur wegen ihrer Politik. Haben sie sich nicht viel zu lange selbstgefällig hinter Stehsätzen verschanzt und hinter den eigenen Funktionären, statt sich wirklich den Fragen zu stellen, die die Leute -aus welchen Gründen und zu Recht oder nicht -bewegen und direkt mit ihnen zu reden? Haben sie nicht selbst immer Politik als gegenseitiges Schlechtmachen verstanden? 

Zuweilen drängt sich ja in der Tat der Eindruck auf, dass viele der führenden politischen Köpfe, vor allem in den ehemals staatstragenden Parteien, vom "falschen" Volk ausgehen. Sie meinen oft immer noch, das Volk müsse sich nach ihnen richten und ihnen folgen, sei aber, man verzeihe die direkte Ausdrucksweise, "zu blöd" dazu, das zu verstehen. 
Man findet und findet kein Rezept. Wenn Merz sagt, "wir haben auf zu viele Fragen keine Antworten mehr", ist das zu spät. Man steckt in einer Abwärtsspirale. Weil vielen Menschen der Kadergehorsam, der heute immer noch von Funktionären verlangt wird, widerstrebt, findet man immer weniger Leute, die für eine Partei arbeiten wollen. Und weil die Arbeit in der Politik immer weniger attraktiv ist, finden sich immer weniger Leute, die sich für Funktionen, für Spitzenfunktionen, hergeben wollen, zumal gute Leute. Der ÖVP und der SPÖ vor allem fehlt nicht nur die Erfolgsstory, sondern auch die Erfolgsaussicht. Nicht zuletzt darum ist es, wie es ist. Trist eben. 

Wohin das führt, sieht man jetzt an den Schwesterparteien in Deutschland. Bei uns wird es nicht anders sein. 

Ja, unsere Gesellschaft ist nicht mehr mit der vor zehn, zwanzig Jahren zu vergleichen. Ja, sie mag "wehleidig" geworden sein, wie zu lesen war in diesen Tagen. Ja, es mag den Einfluss von Social Media geben und eine Presse, die nichts im Sinn hat, als zu kritisieren, und populistische Parteien, die ohne jede Verantwortung alles versprechen. Aber mit solchen Analysen ist nichts zu gewinnen und kein Staat zu machen -im wahrsten Sinn des Wortes. 

Heraus-und Anforderung der Politiker und der Politik in diesen Zeiten ist es, die Menschen zu hören, sie ernst zu nehmen und ihnen Antworten zu geben, statt sie zu belehren. Genau diesen Aufgaben stellte man sich viel zu lange nicht. Dabei hat man die Glaubwürdigkeit verloren und das Vertrauen. 

Jetzt bekommen sie die Rechnung präsentiert. Und nicht nur sie -auch all jene, die ihnen immer vertraut und die sich nicht von den Populisten verlocken haben lassen, sondern ihnen auch in stürmischen Zeiten die Treue gehalten haben. Auch sie müssen ertragen, was kommt.

Meine Meinung - Raiffeisenzeitung, 24. September 2026

Mittwoch, 23. September 2026

Die Krise erreicht die Einkaufskörbe

Vor allem Familien mit mittlerem Einkommen sparen beim Lebensmitteleinkauf und setzen verstärkt auf Aktionsware.

WIEN. Die Teuerung, die unsichere wirtschaftliche Lage und die angespannte internationale Situation sind auch im Einkaufsverhalten der Österreicherinnen und Österreicher bei Lebensmitteln deutlich zu spüren. Es wird gespart. Vor allem Familien mit Kindern mit mittlerem Einkommen, größere Haushalte mit vier und mehr Personen und Haushalte, deren Haushaltsführer zwischen 40 und 50 Jahre alt sind, drehen beim Einkaufen jeden Euro zwei Mal um. Das geht aus einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstitutes YouGov für die AMA-Marketing hervor.

„Vor allem in diesen Gruppen wird gezielt und mit Einkaufsliste eingekauft“, sagt Christina Mutenthaler-Sipek, die Chefin der AMA-Marketing. Es werde mehr darauf geachtet, was man kaufe, und es werde nur das Notwendige gekauft. Und es lande offenbar auch weniger Essen im Müll.

Das schlägt sich deutlich in den Zahlen nieder. Demnach kauften die genannten Gruppen in der ersten Hälfte dieses Jahres mengenmäßig um rund ein Sechstel weniger Lebensmittel ein als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damit schränkte man sich deutlich mehr ein als andere Gruppen. Junge Familien ohne Kinder kauften nur um 5,7 Prozent weniger ein, Einpersonenhaushalte um 3,3 Prozent weniger. Familien mit älteren Personen ließen sich von Krisen und Teuerung weniger beeindrucken und kauften sogar um etwas mehr als ein Prozent mehr Lebensmittel ein als im Jahr zuvor.

Dazu passt, dass Preisaktionen noch nie so stark genutzt wurden wie in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. „Mehr als jeder dritte Euro wird inzwischen für Aktionsware ausgegeben“, sagt Mutenthaler-Sipek. „Man kauft bewusst in Aktion, vergleicht die Preise und sucht auch für den täglichen Bedarf unterschiedliche Supermärkte auf.“ Bei Fleisch und Wurstwaren, wo der Aktionsanteil schon bisher mit Abstand am höchsten war, gab es den höchsten Zuwachs. In dieser Sparte stieg er von 41,0 auf 42,8 Prozent. Bei Milchprodukten liegt der Aktionsanteil bei fast 32 Prozent, bei Obst und Gemüse bei 30 Prozent und bei Eiern bei 26 Prozent.

Und dazu passt auch, dass der Anteil der meist billigeren Handelsmarken von 63,5 Prozent auf 66,1 Prozent zulegte und so viel wie noch nie bei Diskontern gekauft wurde. Laut RollAMA erreichten die Diskonter im ersten Halbjahr einen Umsatzanteil an den Gesamtausgaben für Lebensmittel von mehr als 30 Prozent. Die klassischen Supermärkte hingegen hätten verloren, heißt es.

Insgesamt ging der Verkauf von Lebensmitteln im ersten Halbjahr mengenmäßig um 4,6 Prozent zurück. Wertmäßig lag das Minus bei 3,2 Prozent, ein Zeichen dafür, dass der Preisdruck hoch war und die Lebensmittel nicht die Preistreiber sind, als die sie vielen immer noch gelten. In dieser eher tristen Statistik gab es aber einige kräftige Ausreißer nach oben. So wuchs der Absatz von grünem Salat um nicht weniger als 16 Prozent, der von Vollkornbrot um 14,2 Prozent und der von Joghurt und Skyr um 9,2 Prozent, gefolgt von Getreide, Samen und Getreideflocken, Kürbiskernöl und Knäckebrot. „Während die einen sparen, wuchsen die teureren Segmente stark an“, sagt Mutenthaler-Sipek den SN. Das gilt für AMA-Gütesiegel-Ware genauso wie für Bioprodukte oder bäuerliche Direktvermarkter. Der Bio-Anteil an Lebensmitteln im RollAMA-Warenkorb, der nur einen Teil des Gesamtangebotes umfasst, erreichte mit 12,6 Prozent einen neuen Rekordwert. Einen Anstieg von 0,7 Prozentpunkten gab es zwar schon lange nicht mehr, dennoch gelingt der Biosparte trotz aller Werbung und obwohl man die öffentliche Meinung, was die Produktionsweise angeht, hinter sich zu haben glaubt, kein wirklicher Sprung nach vorn.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schauen hingegen die heimischen Fleischerzeuger und die Fleischwirtschaft auf die jüngsten Ergebnisse der RollAMA. Freuen darf sich vor allem die Geflügelwirtschaft. Der Anteil Hühnerfleisch am gesamten Fleischverkauf legte um zwei Prozent auf 32 Prozent zu. Schweinefleisch legte ebenfalls zu (von 25,8 auf 26,3 Prozent). Der Anteil Rind- und Kalbfleisch hingegen sank wohl auch wegen der hohen Preise von 11,4 auf 10,7 Prozent.

Salzburger Nachrichten - Wirtschaft, 23. September 2026

Montag, 21. September 2026

Die „Eiermacher“ machen alles rund ums Ei

Wie findige Landwirte aus einem Geflügelbetrieb einen Marktführer bei Bioeiern und der Aufzucht von Biomastküken machten.


KREMSMÜNSTER. Bauern, die abseits von städtischen Einzugsgebieten und agrarischen Gunstlagen ihre Höfe bewirtschaften, sind oft besonders kreativ. Weitab der Märkte will man sich nicht auf Großabnehmer oder die Politik verlassen, sondern ergreift selbst die Initiative. Beispiele dafür gibt es im ganzen Land. Neben den großen Genossenschaften wie Molkereien oder Lagerhäusern, die schon vor Jahrzehnten entstanden, zeugen heute findige Direktvermarkter vom Unternehmergeist der Bauern.

Landwirte verbreitern ihre Produktpalette

Die Bandbreite der gelungenen Gründungen reicht von bäuerlichen Initiativen wie „Waldland“ im niederösterreichischen Waldviertel über Landwirte, die gemeinsam die besonders hochwertige A2-Milch erzeugen, bis zu den vielen Fernheizwerken, die abseits der Zentralräume eine nicht unbedeutende Rolle in der Energieversorgung spielen.

Zu den erfolgreichsten dieser Bauern-Unternehmen zählt die Eiermacher GmbH im oberösterreichischen Kremsmünster. Vor vierzig Jahren als Geflügel GmbH gegründet, gehört die Gesellschaft heute 34 Bauern aus dem Kremstal, erzielt einen Jahresumsatz von 113 Millionen Euro, der heuer auf 120 Millionen wachsen soll, und beschäftigt 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Starker Fokus auf Bioprodukte

Für rund 330 Bauern, die mittlerweile aus ganz Österreich zuliefern und mit Jungtieren beliefert werden, spielt man in der Produktion und Vermarktung eine wichtige Rolle. „Die Produktion von Eiern und Eierprodukten, Küken und Junghennen und von Geflügelfleisch von Hähnen und Enten sind unsere Unternehmenssäulen“, sagt Geschäftsführer und Landwirt Manfred Söllradl, der rund 30 Prozent der Geschäftsanteile hält.

Eiermacher ist heute in vielen Sparten des Geschäftes rund um Geflügel Marktführer. „Bei allem, was mit Bioei zu tun hat, halten wir einen Marktanteil von 50 Prozent“, sagt Söllradl. „Bei Biomastküken geht unser Marktanteil in Richtung 90 Prozent und auch bei Junghennen sind wir sehr stark.“

Jährlich werden nicht weniger als 190 Millionen Eier, die von 186 landwirtschaftlichen Betrieben geliefert werden, vermarktet. Rund zwei Drittel davon sind Eier aus biologischer Produktion. Hubers Landhendl und Wech, die beiden größten Geflügelmäster in Österreich, sind wichtige Partner. „Die Brüterei zählt zu den größten Europas“, sagt Söllradl.

Auch männliche Küken werden gemästet

Rund 60 Prozent des Umsatzes macht Eiermacher heute mit Bioprodukten. Das Unternehmen ist Packstelle und Lieferant der meisten Bioeier, die im Handel unter Marken wie Ja! Natürlich oder Tonis Freilandeier von den großen Handelsketten verkauft werden. „Biohaltung und Tierwohl sind uns seit jeher ein Anliegen“, sagt Söllradl. Das Unternehmen setzte vor zehn Jahren mit dem Projekt Bruderhahn neue Maßstäbe. Söllradl: „Das war damals einzigartig in Europa.“ Die männlichen Küken aus der Kükenproduktion werden seither, wie bis dahin üblich, nicht mehr sofort getötet, sondern gemästet wie die Masthühner auch.

Mit diesem Projekt fasste Eiermacher auch in der Fleischproduktion Fuß. In Nußbach bei Kirchdorf wurde ein Schlachthof gebaut. Von da war es zum nächsten Schritt, auf den Söllradl besonders stolz ist, nicht mehr weit. „Wir wollten die Ente in Österreich wieder heimisch machen.“ Der Erfolg blieb nicht aus. „Begonnen haben wir mit einem Eigenversorgungsanteil von vier Prozent in Österreich, heute liegen wir bei 25 Prozent.“

Zum Huhn gesellte sich die Ente

Die Fleischproduktion ist mittlerweile ein wichtiges Umsatzstandbein. Fertig-Burger und Sous-Vide-Produkte sind längst wichtige Sparten. „Der Markt wächst speziell im Bereich artgerechte Tierhaltung und Bio“, meint Söllradl. „Die Aussichten sind gut.“ Diesen Trend will man nutzen. „Wir wollen mit den Kunden mitwachsen.“ Die Verarbeitungskapazitäten sollen verdoppelt werden, dazu soll ein neues Tiefkühllager kommen.

Auch die Bauern kommen angesichts der Schwierigkeiten auf anderen Märkten auf den Geschmack. „Das Interesse, wieder im Geflügelbereich zu investieren, ist groß“, beobachtet Söllradl. „Es sind jetzt mehr Anfragen da, als wir aufnehmen können.“ Vor allem Ackerbauern zeigten Interesse. „Wir haben heuer schon Beratungsgespräche gehabt und es kommen wirklich einige dazu, die mit Hühnerhaltung anfangen.“

Salzburger Nachrichten - Wirtschaft, 20. September 2026

Donnerstag, 17. September 2026

Vor einer Zeit der "Superdummheit"?

Die jüngste PISA-Studie sorgte wieder für Schlagzeilen. Sie bestätigt die Hilflosigkeit der Bildungspolitik. Österreichs Schüler können immer schlechter lesen und rechnen. Leistungsbereitschaft und Wissensdurst der Schüler sind gesunken. Der Anteil der Jugendlichen, die das Lernen neuer Dinge langweilig finden, ist gestiegen. Und als ob das noch nicht genug wäre -ein Viertel der Schülerinnen und Schüler empfindet Schule als Zeitverschwendung. Man glaubt auch um die Gründe zu wissen. Der hohe Anteil an Migranten in vielen Schulklassen gilt als einer, vor allem aber auch das Handy und Social Media. Und natürlich die Bildungspolitik selbst. Selbst das wenige Positive, das die Studie bei 15-bis 16-Jährigen in 90 Ländern brachte, ist nicht wirklich positiv. Österreichs PISA-Ergebnis liegt zwar erstmals über dem Durchschnitt der OECD-Länder - das aber nicht, weil die hiesigen Schüler besser geworden sind, sondern die Schüler in anderen Ländern noch schlechter. 

Kurzum - "Es geht bergab", wie es nicht nur der Kommentator in der "Presse", sondern auch die meisten anderen zusammenfassten. Die Bildungspolitik steckt in einem Loch und bringt nichts weiter, obwohl man den Handlungsbedarf kennt und von ihm zuweilen erdrückt wird. 

Und dieser Handlungsbedarf ist hoch. Sehr hoch. "Alle Welt schmiert bei PISA ab", schreibt die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit" und fragt "Werden wir immer dümmer?". Diesen Verdacht hegen wohl nicht wenige schon länger, nun scheinen ihnen auch die Zahlen recht zu geben. Und die sind noch viel besorgniserregender als die PISA-Zahlen. Nahmen laut der Fachzeitschrift "Psychological Bulletin" im 20. Jahrhundert die IQ-Werte weltweit deutlich zu, so beobachtet man seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts, dass diese Entwicklung zum Stillstand gekommen ist, wenn sie nicht gar eher ins Gegenteil geschlagen hat, schreibt "Die Zeit". Die Wissenschaft bringt das mit der Entwicklung und Verbreitung von Smartphones, mit Socia Media-Plattformen und mit den mit ihnen in die Welt gekommenen Like-Buttons in Zusammenhang. Dass das dem Lernen schadet, gilt als wissenschaftlich belegt. Studien zeigen immer wieder einen Zusammenhang zwischen einer frühen Social-Media-und Smartphone-Nutzung und schwächeren Schulleistungen und teilweise sogar einem verminderten Hirnvolumen -vor allem in den für das Lesen relevanten Hirnregionen. 

Dabei ist gerade das Lesen besonders relevant. Aber: es wird heute kaum mehr gelesen, anspruchsvolle Bücher verschwinden zusehends. Lasen 2003 noch 43 Prozent der Jugendlichen in Deutschland täglich Bücher, so waren es 2024 nur noch 17 Prozent. Bei uns wird es wohl kaum anders sein. Lange Texte, Bücher gar? Kann man auch in Auszügen lesen. Meist gilt ohnehin -was länger ist als eine WhatsApp-Mitteilung, wird kaum mehr gelesen. 

"Die Texte werden immer kürzer und simpler und sie führen zu einem simpleren Denken", heißt es. Es fehle an Leseerfahrung und es fehle schlicht an der nötigen Konzentration. Die Sprache verarme. "Gemma Billa" heißt es dann. Wissen und Kreativität leiden. Und jetzt breitet sich auch noch KI mit rasender Geschwindigkeit aus, die, wie ein Autor formulierte, "nun auch noch scheinbar kostenlos das Denken abnimmt". 

Die Folgen haben das Zeug, verheerend zu sein. Wenn sie es nicht schon sind. "Ein Szenario der Superdummheit entsteht", befürchten nicht wenige. Sie versuchen dem die "Superkraft des Lesens" entgegenzuhalten und verweisen darauf, dass Leser durch die Bank meist intelligenter sind. "Weniger lesen bedeutet, dass wir als Personen und Nationen dümmer werden." 

Das ist schlimm genug. Dabei sind die politischen und gesellschaftlichen Folgen und deren Relevanz für unser Leben noch gar nicht diskutiert worden. Wer nichts liest, weiß weniger. Der Diskurs verarmt. Während die eine Seite Wissen ausspielen und argumentieren kann, bleiben der anderen Seite nur Bauchgefühle, die nicht selten in einem undifferenzierten Schwarz-Weiß-Denken und Hassgefühlen münden. 

"Wer nichts weiß, muss alles glauben", heißt es nicht zu Unrecht. Und denen kann man alles erzählen. Die populistischen Parteien haben das längst erkannt. Und sie spielen auch damit und nutzen die Schieflage ganz gezielt. Und das, wie wir in diesen Jahren und Monaten erleben, sehr erfolgreich. So erfolgreich, dass sie dabei sind, Europa und unsere Zukunft auszuhebeln.

Meine Meinung - Raiffeisenzeitung, 17. September 2026

 
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